Sozial neu definieren

Familie / Jugend

Familienförderung - Die Bereitstellung von Kindergartenplätzen und Schulen sind nach Ansicht der ÖDP wesentliche Bestandteile der Familienförderung, Ganz besonders muss es zudem das Ziel sein, attraktiven und bezahlbaren Wohnraum in Wolfsburg zu schaffen, um junge Familien in der Stadt zu halten und somit einem Rückgang der Einwohnerzahlen entgegen zu wirken. Die ÖDP will sich dabei für die Sanierung von Altbauten in der Innenstadt ebenso einsetzen, wie für die weitere sinnvolle Förderung von Neubaugebieten.

Generell stehen wir aber für eine Wachstumspause. Die erwünschte Einwohnerzahl für 2021 ist nicht gekommen. Es bedarf keine weiteren Bauten. Bestehende Bauten, ganz besonders die der 100% Tochter der Stadt Wolfsburg sollen Familien, behindertengerecht und altersgerecht zu Ende gebaut werden. Die Mietpreise sollen sich an momentanen Angebot und Nachfrage orientieren, nämlich fallend. Wir möchten nicht mehr, dass ganz besonders Familien diese schöne Stadt wegen des Wohnungsmarktes weichen müssen. Wir wollen ein Wolfsburg für alle. 

Corona hat gezeigt, wo der Bedarf für Familien liegt. Eltern möchten bestimmte Dinge wieder vermehrt abgeben können. Hierfür empfehlen wir die Förderung einer Trägerschaft für eine Hausaufgabenbetreuung – auch für Kinder, die nicht den Ganztag der Schule in Anspruch nehmen.

Schwimmen ist elementar wichtig für die Kinder. Laut DLRG „besitzen nur 40 Prozent der Sechs- bis Zehnjährigen ein Jugendschwimmabzeichen.". Hier besteht Handlungsbedarf. Die Stadt Wolfsburg kann und sollte sich diesem Problem bewusst werden und es fördernd angehen. Dies kann durch Förderungen von Schwimmschulen passieren. Ganz besonders dürfen die letzten Bäder nicht schließen. Der Erhalt der Bäder und ein familienfreundlicher Eintritt in die Freibäder kann diesem Problem entgegenwirken.

Bibliotheken / Freizeitheime sind zu erhalten, auch in den Stadtteilen. Wenn alle Bibliotheken in städtischen Gebäuden untergebracht werden, kann dies die Kosten überschaubar halten. Zum Erhalt der Freizeitheime schreiben wir unter Punkt JUGEND.

Damit sich Familien in Wolfsburg wohl fühlen, können oft schon kleine Maßnahmen große Wirkung erzielen. So gehören Spiel- und Bolzplätze in der gesamten Stadt Wolfsburg zum festen Erscheinungsbild. Rund 170 Stück stehen in der Innenstadt und in den Ortsteilen insgesamt zur Verfügung. Dabei handelt sich nicht nur um städtische Anlagen, sondern auch um Plätze von Wohnungsgesellschaften, beispielsweise von VW Immobilien und der Neuland. Die hohe Anzahl von Spiel- und Bolzplätzen in Wolfsburg ist vorbildlich, aber auch die Qualität ist wichtig. Darunter verstehen die Mitglieder der ÖDP in erster Linie die Aufwertung vorhandener Plätze, sowie die Bereitstellung von U3-Angeboten. Hier besteht aus Sicht der ÖDP massiver Nachholbedarf. Kleine Maßnahmen und Reparaturen erzielen dabei schon oft große Wirkung, damit der Spaß beim Spielen für die Kinder nicht zu kurz kommt und sie in ihrer Freizeit nicht nur am Computer sitzen müssen.

Wir sehen es als nette Geste und ein wichtigen Schritt im Kampf um die grüne Stadt, wenn jedes Neugeborene einen Baum „geschenkt“ bekommt. Dieser kann auf das eigene Grundstück gepflanzt werden oder ein Ort nach Wahl (die Stadt Wolfsburg sucht Plätze aus und übernimmt die Verkehrssicherungspflicht)

Darüber hinaus befürwortet die ÖDP spezielle Aktionen, wie etwa das „Stillen an öffentlichen Plätzen“, Förderprogramme für Familien sowie kinderreiche Familien. 

Novelle des KiTaG – Wolfsburg war beim Ausbau von Krippenplätzen und der Errichtung des Ganztages Vorreiter. Dies zeigt, dass die schlechten Bedingungen für Eltern und Erzieher des neuen KiTaG für uns nicht greifen müssen. Hier kann die Stadt Wolfsburg wieder Vorreiter sein und keine 28 Kinder in Kitas (via Sharing) zulassen oder die dritte Kraft in Kita und Krippe halten. 

Schulen - Die ÖDP unterstützt den eingeschlagenen Weg, die Sanierung der Wolfsburger Schulen durch die Wolfsburger Schulmodernisierungsgesellschaft (WSM) weiter voran zu treiben. In einigen Fällen sind die Arbeiten schon weit vorangeschritten, aber viele Schulgebäudekomplexe sind in den kommenden Monaten und Jahren noch an der Reihe. Hierbei ist in allen Komplexen die Barrierefreiheit umzusetzen.

Zudem fordert die ÖDP den dauerhaften Erhalt der Grundschulen in den Wolfsburger Ortsteilen – ganz nach dem Motto „Kurze Beine, kurze Wege!“. Der Erhalt der Bildungseinrichtungen ist besonders unter dem Aspekt der großen Anzahl neuer Baugebiete nicht unerheblich. Speziell Eltern von Grundschülern sollten nach Ansicht der ÖDP bestimmte Voraussetzungen vorfinden, um sie auf Dauer als Einwohner unserer Stadt halten zu können. Dazu ist die Stärkung dieser Schulen vor Ort notwendig.

Wir wünschen uns ganz besonders in den ländlichen Stadtteilen mehr Lehrer und kleinere Klassen. Unsere Forderung: Dorf bleibt Dorf – auch in der Stadt. Hier kann die Stadt Wolfsburg wieder als Vorreiter agieren. 

Wir fordern mehr praxisnahen Unterricht. Sozial-Emotionale Stärkung, sowie Tier- & Umweltschutz sollten fester Bestandteil des Lehrplans werden. Wir stehen für eine analoge Kindheit mit so wenig Medien in Kitas und Grundschule.

JUGEND - Jugend Raum geben. En Konzept der Stadt Wolfsburg. Ich sehe hier nicht nur den Bedarf an Räumen. Es braucht auch Zeiten der Öffnung, wo Jugendliche dieses Angebot in Anspruch nehmen können. Wenn hierfür kein Personal zu den gewünschten Zeiten möglich ist, so ist eine Selbstverwaltung denkbar. Es braucht nicht nur Zeit und Raum, sondern auch Vertrauen, Respekt und Verständnis. Wir waren alle mal jung und wissen, was der Jugend wichtig ist. Hier braucht es auch Plätze außerhalb von Freizeitheimen, wo sich Jugendliche treffen können. Die Jugend von A nach B zu treiben bringt nichts außer Arbeit. Hierbei empfiehlt sich die Partizipation. Jugendliche zu beteiligen sollte der Maßstab dieser Stadt sein.

Außerdem gehören dazu Übungsräume für Musik, Mediatheken, Bibliotheken oder auch vernünftig ausgestattete Räumlichkeiten in Jugendtreffs. Unser Ziel ist es, den Jugendlichen Möglichkeiten zu bieten, wie sie ihre Freizeit sinnvoll gestalten können. Dabei sollten etwas weniger Computerspiele und dafür etwas mehr gemeinsame Aktivitäten im Vordergrund stehen.

Die ÖDP will sich zudem für den Erhalt und Ausbau der Jugendtreffs in Wolfsburg einsetzen, insbesondere auch in den Stadtteilen. Selbstverwaltung muss, soweit es jeweils möglich ist, gefördert werden. Öffnungszeiten, Ausstattung und Finanzmittel sollten bedarfsgerecht gestaltet werden und qualifizierte Mitarbeiter zur Verfügung stehen. Zudem könnten vernetzte Angebote mit Schulen und anderen Einrichtungen verstärkt gefördert werden.

Auch in der kommunalen Sportpolitik verfolgt die ÖDP das Ziel, Sport für junge Menschen zu fördern. Sport bietet beispielsweise die wichtige Aufgabe, Menschen mit Migrationshintergrund über sportliche Aktivitäten in unserer Gesellschaft zu integrieren. Das Sport treiben darf nicht durch übermäßig hohe finanzielle Hürden verschlossen werden. 

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